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Inhaftierte Menschen und deren Familien

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Mit dem Ausnahmezustand konnte die türkische

Regierung Tausende willkürliche Verhaftungen vollstrecken. Derzeit befinden sich über 55.000 Menschen in Haft. Bei vielen liegt noch nicht einmal eine Anklageschrift vor, geschweige denn ein Urteil. Durch den Ausnahmezustand wurde der maximale Zeitraum für Untersuchungshaft von vier auf 150 Tage erhöht. Das ist eindeutig menschenrechtswidrig.
Auch Fälle von Folter in Gefängnissen sind hinlänglich bekannt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte zuletzt eine Aufklärung dieser Fälle gefordert.

Aber auch diejenigen, die etwas “Glück” hatten und nicht inhaftiert wurden, führen kein leichtes Leben. Meist haben sie eine Ausreisesperre, müssen sich mehrmals in der Woche bei der örtlichen Polizeibehörde melden. Selbst viele Familienangehörige Inhaftierter dürfen das Land nicht verlassen oder werden in Sippenhaft genommen.

Menschen, die ohne jegliche Nachweise verleumdet und als Putschisten bezeichnet werden, bekommen keine Arbeit mehr. Gehälter, soziale Hilfeleistungen des Staates oder Rentenbezüge wurden gestrichen. Zahlreiche Unternehmern, Familien und Privatpersonen wurden enteignet. Viele mussten das Land verlassen und versuchen nun eine neue Existenz im Ausland aufzubauen. Dabei sind die Bedingungen nicht immer einfach. Aber genauso schlimm ergeht es den Familien der inhaftierten Menschen. Ohne ein Einkommen ist das Leben für sie nicht zu leisten.

Frauen und Babys im Gefängnis

Unter den Inhaftierten sind knapp 18.000 Frauen.

Mit den Frauen mussten auch deren Kinder ins Gefängnis, weil diese minderjährig sind. Die Rede ist hier von 668 Babys und Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren. Keine Spielplätze, nicht einmal Spielzeuge: diese Kinder müssen die wichtigste Zeit ihrer frühkindlichen Entwicklung hinter Gittern verbringen. Selbst junge Mütter haben keine Chance, diesen Menschenrechtsverletzungen zu entkommen. Der Fall von Fadime Günay zeigt dies deutlich: Günay wurde schon einen Tag nach der Entbindung mit ihrem neugeborenen Baby ins Gefängnis verfrachtet.

Opfer von Folter

Die Menschenrechtssituation in der Türkei ist katastrophal und sie wird leider nicht besser. Menschen sind aus fabrizierten, ausgedachten Gründen eingesperrt. Angeblich, weil sie Terroristen sind. Immer mehr Menschen aus der Türkei berichten zudem von Folter und Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Neben anerkannten Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International, berichteten jüngst auch internationale Medien von Folter in türkischen Gefängnissen. In einem ARD-Beitrag sprach eine Frau darüber, wie sie in Untersuchungshaft gefoltert wurde, weil man ihren Mann verdächtigte, Oppositioneller zu sein. Die gefolterte Frau aus dem ARD-Beitrag schilderte eindrücklich von der Folterei: “Sie brachten mich in einen Raum. Einer schlug auf mein linkes Bein, der andere auf mein rechtes. Dann wurden die Schläge immer stärker. Dann drohten sie mir, mich nackt auszuziehen und zu anderen Männern in eine Zelle zu stecken. Die hätten schon lange keine Frau mehr gehabt.”

In einem weiteren authentischen Folterbericht, der Time To Help vorliegt, schildert ein immer noch inhaftierter Mann, wie er viele Tage von Polizisten misshandelt und mit einem Schlagstock vergewaltigt wurde. Den Bericht über die Folter übermittelte der Häftling mit Hilfe seiner Familie, die ihn im Gefängnis besuchen durfte.

Zudem sind einschlägige Fälle bekannt, in denen Menschen wegen Folter und Medikamentenentzug in Untersuchungshaft zu Tode kamen. Wir möchten diesen Menschen beistehen, denn Folter und Vergewaltigung ist eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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